Zwischen den Jahren

Es ist weniger ein Zeitraum als ein Zustand, vielleicht ist es auch ein Gefühl. Ein Geschenk, finden viele. Für andere handelt es sich um einen Albtraum.

Julia SchaafFolgen: 

Meist beginnt es schon an den Weihnachtsfeiertagen, zum Beispiel, wenn man auf dem Sofa vor dem Tannenbaum liegt und eines der Bücher aus dem Geschenkestapel zieht. Aus der Küche plätschert klassische Musik. Im Kinderzimmer löscht gerade die neue Playmobil-Feuerwehr einen Brand. Egal. Man beginnt zu lesen, blättert weiter, liest sich fest, und es spielt keine Rolle, ob man jemals wieder damit aufhört.

Man könnte aufstehen und sich einen Tee kochen. Die Familie zusammentrommeln und einen Spaziergang machen durch die verwaiste Stadt. Fast ohne nach links und rechts zu schauen, käme man über die Hauptstraße, weil sowieso kein Auto fährt. Oder ab auf die Felder, versuchen herauszufinden, warum sich selbst die Luft in diesen Tagen irgendwie anders anfühlt. Aber will man das überhaupt? Es wird doch gleich schon wieder dunkel. Und nachher kommt vielleicht Besuch… Erst mal den Arm lang machen und noch ein Plätzchen vom bunten Teller naschen. So könnte es weitergehen, morgen, übermorgen, bis die Tage verschwimmen – bis Silvester.

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